Ausbildung zum Make-up Artist: Alles, was Du wissen musst

Du liebst Make-up? Du interessierst Dich dafür, Make-up Artist zu werden? Hier erhälst Du alle wichtigen Informationen zu Voraussetzungen, Kosten und Ablauf der Ausbildung, Wahl der richtigen Akademie sowie nützliches Wissen über das Jobleben danach: Gehalt, Jobaussichten uvm.

 

Was macht ein Make-up Artist?

Model mit goldenem Make-up beim Fashion Shooting im Fotostudio

Als Make-up Artist bist Du bei professionellen Produktionen für Schminke und (Hair-)Styling verantwortlich. Im Vergleich zur Visagistin, welche für Pflege und grundlegende Make-ups ausgebildet ist, gehen Deine Fähig- und Fertigkeiten über die Grundlagen hinaus. Das Resultat sind professionelle und oft außergewöhnliche Make-ups, Stylings und Ergebnisse, die höchsten Ansprüchen genügen. Einsatzgebiete für Make-up Artisten sind Fotoshootings, Dreharbeiten für Film, Fernsehen und Werbung, Veranstaltungen wie Fashion Shows, Live Shows, Preisverleihungen, Konzerte, Musical, Theater; aber auch am Stand von Kosmetikmarken in deren Stores, in Parfümerien und Kaufhäusern.


Voraussetzungen für die Ausbildung zum Make-up Artist

Grundvoraussetzung für Make-up Artists ist ein reges Interesse an der Thematik: Spaß an Make-up und Mode, Interesse an Trends, und der Wille, etwas zu lernen und sich weiterzubilden: Als Make-up Artist wirst Du immer wieder herausgefordert, über den Tellerrand zu schauen und neue Dinge auszuprobieren. Oder aber etwas läuft nicht wie geplant und Du musst improvisieren. Da ist es wichtig, dass Du die grundlegenden Voraussetzungen für den Arbeitsalltag als Make-up Artist mitbringst.

Darüber hinaus solltest Du gut organisiert, pünktlich und ordentlich sein und Freude an der Arbeit mit Menschen haben. Wenn Du jemanden schminkst ist es wichtig, freundlich aufzutreten und eine gute Kommunikation erleichtert die Zusammenarbeit mit Models, Fotografen und Auftraggebern. Pünktlichkeit und Ordnung sind deshalb so wichtig, weil Du oft Teil einer aufwendigen Produktion bist – kommst du zu spät, findest Deine Utensilien nicht oder hälst Dich nicht an Abmachungen, verzögert sich die Produktion, das kostet Geld und Nerven und es war dein letzter Auftrag für den Kunden.

Auf der kreativen Ebene sind ein wenig Talent, ein Gespür für Propotionen und Farben und ein gewisser Sinn für Ästhetik wichtig. Ohne dies wirst du es schwer haben, außergewöhnliche Make-ups zu kreieren und anspruchsvolle Kunden zufriedenzustellen.

Eine vorherige Ausbildung im Bereich Beauty und Fashion, z.B. als Friseurin, Visagistin oder Maskenbildnerin kann von Vorteil sein, ist aber kein Kriterium für die Ausbildung zum Make-up Artist. Du solltest jedoch mindestens einen Hauptschulabschluss haben.

Was Dein Alter betrifft, solltest Du für die Ausbildung 18 Jahre oder älter sein, damit Du an geplanten Reisen zu Terminen und Veranstaltungen bei Kunden teilnehmen kannst.


Wahl der Make-up Akademie/Kosmetikschule – Worauf muss ich achten?

Make-up Artist Studentinnen beim Probeschminken

Die Ausbildung steht und fällt mit der Erfahrung und Vermittlungsfähigkeit der Lehrenden. Deshalb ist es wichtig, sich ein Bild davon zu machen, wer die Dozenten sind. Vorsicht: Einige Schulen werben mit Top-Artisten, oft machen diese aber gar nicht den eigentlichen Unterricht und sind nur selten vor Ort. Dozenten sollten mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in sämtlichen Bereichen vorweisen (TV Shows, Live Shows, Fotoshootings, Beauty Counter, Fashion Shows etc.), um Dich umfassend ausbilden zu können.

Die Gruppengröße sollte eher klein als riesig sein und das Verhältnis 8 Schüler zu 1 Dozenten nicht überschreiten, damit eine gute persönliche Betreuung gewährleistet ist. Bei mehr Schülern sollte es auch mehr Dozenten mit gleicher Qualifikation geben.

Interessant ist auch, welche Kosten für Materialien (von Kosmetiktüchern bis Haistyling-Tools) auf Dich zukommen: Hier gibt es große Unterschiede von Schule zu Schule. Eine gute Akademie erkennst Du daran, dass Sie Dir eine Grundausstattung an hochwertigen Materialien kostenlos zur Verfügung stellt.

Zu guter letzt sollte ein Punkt nicht außen vor gelassen werden: Die Atmosphäre. Wie wirst Du beim Kennenlern-Termin begrüßt und behandelt? Fühlst Du Dich wohl und hast Du das Gefühl, dass Du in guten Händen bist? Will man Dir etwas verkaufen oder erhälst Du eine zu Dir passende und gute Beratung? Ist die Atmosphäre kühl und angespannt oder herzlich und familiär? Die Atmosphäre während der Ausbildung hat auch Einfluss auf Deine Ausbildung. Ist es angespannt, macht es weniger Spaß. Ist es zu locker, lernst Du weniger. Hier kommt es auf die richtige Mischung an. Wenn sich Dozenten und Schüler gut verstehen und am gleichen Strang ziehen, heißt das viel Spaß, gute Ergebnisse und Berufsbeziehungen, die auch nach Abschluss der Ausbildung noch von Nutzen sein können, z.B. für Bewerbungen, Job-Vermittlungen, Zusammenarbeit etc.

Dozentin und Schülerinnen unterhalten sich interessiert


Kosten/Finanzierung

Schwarzes Sparschwein auf Fensterbank im Akademie-Loft

Für die Ausbildung zum Make-up Artist solltest Du mit Kosten von mindestens mit 5.000 - 6.000 € rechnen. Das hört sich erst einmal unglaublich teuer an. Bei einer guten Ausbildung gilt jedoch wie bei vielem: You get what you pay for. Bei einer guten Ausbildung lernst Du alles Wichtige für Deinen Traumberuf und wirst mit allem Wissen und Können ausgestattet, um erfolgreich als Make-up Artist zu arbeiten. Sparst Du an der Ausbildung, sparst Du am Fundament für Dein weiteres Berufsleben: Probleme, Dich als Make-up Artist zu behaupten, sind wahrscheinlich, und Du merkst womöglich erst nach mehreren wenig erfolgreichen Jahren, welche Chance Du vertan hast.

Unser Ratschlag lautet: Schau Dir persönlich verschiedene Make-up Schulen an und entscheide Dich dann für die Schule, bei der Du das beste Gefühl hast und die am besten zu Dir passt. Dann sind die Ausbildungkosten gut investiertes Geld, welches sich später mehr als bezahlt macht.

Wer nicht auf Anhieb den vollen Betrag leisten kann, für den bieten Schulen diverse Finanzierungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen und bekannten Kreditinstituten oder Ratenzahlung an. Frag dazu am besten die Schulen Deiner Wahl, welche Möglichkeiten es gibt. Sinnvolle Finanzierungen beginnen schon bei 90 € pro Monat.


Wie lange dauert die Ausbildung zum Make-up Artist?

Die Dauer der Ausbildung zum Make-up Artist sollte bei einer Vollzeitausbildung die Ausbildungsdauer von 2 Monaten nicht unterschreiten (entsprechend 4 Monate bei Halbzeit). Eine Ausbildung von 1 Tag pro Woche über einen sehr langen Zeitraum von einem Jahr sind aufgrund der großen Abstände zwischen den Unterrichtseinheiten, die oft aufeinander aufbauen, nicht sehr sinnvoll.


Material/Grundausstattung

Grundausstattung eines Make-up Artist: verschiedene Farben, Puder, Pinsel, Schere uvm.

Zur Grundausrüstung gehören die verschiedenen Make-up Utensilien, Pinsel, unbedingt auch ein mobiler Schminkspiegel und eine gute Ausstattung an Hairstyling-Tools. Mehr als die Anzahl der Produkte zählt die Qualität: Wer mit billigen, unprofessionellen Produkten arbeitet und ohne Spiegel beim Shooting auftaucht, muss sich nicht wundern, wenn er keine top Ergebnisse erzielt (und deswegen nicht mehr gebucht wird). Models achten sehr darauf, was auf ihre Haut gelangt und ob die Haare mit schonenden Tools gestylt werden. Also lieber in wenige professionelle Produkte investieren als eine Masse an Billigprodukten. Top Akademien statten ihre Schülerinnen mit einer professionellen Grundausrüstung an Produkten aus.

 

Ablauf der Make-up Artist Ausbildung

Make-up Akademie von innen: Helles Altbau-Loft mit Schminkspiegeln

Ist die Entscheidung für die Ausbildung zum Make-up Artist gefallen, steht die Wahl der richtigen Make-up Akademie an. Make-up Artist ist kein klassischer Ausbildungsberuf und wird nur an privaten Akademien gelehrt, die sich teilweise stark unterscheiden. Hier ist unser Tipp, sich die Make-up Schulen bei einem persönlichen Termin in Echt anzuschauen. So bekommt man den besten Eindruck. Tipp: Nicht unbedingt die zum Wohnort nächstgelegene Schule wählen. Die Ausbildung ist der Grundstein zum Erfolg als Make-up Artist und die Wahl der besten Schule hat oberste Priorität.

Nachdem Du Dich für eine Schule entschieden und Deinen Ausbildungsplatz bekommen hast startet der erste Kurstag mit dem Kennenlernen der Gruppe, der Dozenten und Deiner Schule. Das ist immer sehr spannend und aufregend. Ein ganz besonderer Augenblick ist es, wenn Du Deine Grundausstattung erhältst! Deine erste Tasche voller Make-up Produkte für Deinen Traumjob.

Die erste Woche besteht sehr viel aus Theorie. Du lernst alles über die Haut kennen, Eigenschaften, Probleme, Unterschiede, Pflege etc. Auch die Schminkgeschichte gehört in den theoretischen Unterricht, denn jeder Make-up Artist sollte wissen, wieso wir uns eigentlich schminken, woher die Schminke kommt und das „Who is Who“ der Kosmetikwelt in der Vergangenheit und die wichtigsten Make-up Artisten der Gegenwart kennen. Du lernst den Farbkreis nach Itten kennen, alles Wissenswerte über die Farbkunde und wann man welche Arten von Farbgruppen einsetzt. Wir beschäftigen uns mit der Anatomie und Muskulatur des Gesichts. Du erfährst den Unterschied zwischen plastischem und plakativem Make-up und die passenden Styles dazu.

Nachdem Du sämtliche theoretische Grundkenntnisse kennen gelernt hast geht es endlich an die praktischen Übungen.

Schülerin tuscht Wimpern eines dunkelhaarigen Models mit Smokey Eyes

Du lernst das anatomisch korrekte Schminken der verschiedenen Makeups wie Tages-, Abend-, und High Fashion-Makeup, das Umsetzen von Layouts und vorgegebenen Themen, Make-up für Foto- und Filmmakeup, Flächen- und Formveränderungen mit Make-up ebenso wie Korrekturen, Du lernst Contouring, Lippen Make-up, Nude Make-up, Augenbrauen, Smokey Eyes, das Anbringen von Fake Lashes, die Besonderheiten des Make-ups bei einer reifen Haut, Männer Make-up und auch wie ein Braut Make-up professionell und richtig geschminkt wird. Special Make-up, Editorials und Commercials sind ebenfalls im Lehrplan enthalten wie ein Hairstyling Kurs. Wenn Du das alles gelernt hast, stehst Du kurz vor der Prüfung zum Make-up Artisten.

Manche Schulen fragen den Stand Deiner Entwicklung in einer Zwischenprüfung ab. Das macht Sinn, um genau überprüfen zu können, wo die einzelnen Schüler stehen, was wirklich gut sitzt und wo vielleicht noch Übungsbedarf herrscht. Sehr gute Schulen organisieren bereits während der Ausbildung Fotoshootings – zum einen für Deine Übung, zum anderen für Dein Portfolio –, ermöglichen Übungstage mit Modellen und haben Kooperationen bei denen Du „echte“ Jobs während der Ausbildung mitmachen darfst. Es ist sehr wichtig, bereits in der Ausbildung Praxiserfahrung sammeln zu können um später bei echten Jobs möglichst routiniert und professionell auftreten zu können.

Nach der Ausbildung findet eine Abschlussprüfung statt. Auch hier gibt es Unterschiede im Ablauf. An den besten Schulen bekommt ihr professionelle Models von Modelagenturen zum Schminken an Eurer Prüfung. Ideal ist es, wenn Eure Abschlussarbeit fotografiert wird und ihr dieses Foto mit in Euer Portfolio aufnehmen könnt. Nach Bestehen der Prüfung bekommt ihr Euer Zertifikat und seid nun endlich Make-up Artist. Dieses Ereignis wird mit Euren Freunden und Eurer Familie natürlich auch gefeiert.


Chancen, Aussichten, Vor- und Nachteile der Ausbildung zum Make-up Artist

Make-up Artisten sind heutzutage gefragt und die Jobaussichten gut. Freie Zeiteinteilung, selbständiges Arbeiten, kreatives und kommmunikatives Arbeiten mit Menschen, stabile Geschäftsbeziehungen (mit Fotografen, Koorperationen etc.)  – all das sind Vorteile, die der Beruf mit sich bringen kann. Voraussetzung dafür ist professionelle Arbeit und Auftreten – nur dann wird man wieder gebucht. Auf der anderen Seite bedeutet selbständiges Arbeiten gerade am Anfang viel und harte Arbeit. Finanzielle Engpässe durch wenige Buchungen können auftreten, die jedoch durch Arbeit als Freelancer in Parfümerien überbrückt werden können. Der Beruf des Make-up Artists wird immer populärer, daher ist es enorm wichtig, auf eine sehr gute Ausbildung zu achten, denn sie ist das Fundament für den späteren Erfolg im Job.


Gehalt eines Make-up Artist

Wie bei jeder selbständigen Arbeit ist das Gehalt unterschiedlich, es kommt u.a. auf die eigene Qualität, Präsention und Bekanntheit in der Branche an. Als Make-up Artist verdient man in der Regel mehr als Friseure oder Visagisten. Top Make-up Artists erhalten 2.500 € täglich und mehr, Tagesgagen in Parfümerien beginnen bei ca. 120 €. Honorare für Shootings sollten nicht unter 450 € pro Tag liegen.

 

Unterricht in der Make-up Schule: Dozentin wacht über die Arbeit der Schülerinnen

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